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Konferenz

Neue Entwicklungen und Strategien zur frühzeitigen Konfliktbewältigung

16. Juni 2010, 13-18 Uhr

In den letzten zehn Jahren haben verschiedene Methoden frühzeitiger Konfliktbewältigung auch in Deutschland beständig an Bedeutung gewonnen. Bei dieser Konferenz erhalten renommierte Wissenschaftler und Praktiker die Gelegenheit zum Austausch über den momentanen Stand der frühzeitigen außergerichtlichen Streitbeilegung. Verschiedene Vorträge geben Einblicke in die Praxis und Denkanstöße.

Veranstaltungsort ist die Große Aula der Ludwig-Maximilians-Universität München.

13.00 Uhr

Begrüßung

Professor Dr. Horst Eidenmüller

13.15 Uhr

Außergerichtliche Streitbeilegung – Bedeutung, Vertragsgestaltung und Durchführung

Dr. Anke Sessler (Siemens AG)

Wie steht es in der Praxis um die außergerichtliche Streitbeilegung? Frau Dr. Sessler zeigt, welche Rolle die außergerichtliche Streitbeilegung bei Siemens einnimmt. Sie berichtet über deren Förderung durch frühzeitige Vereinbarung und die Nutzung alternativer Konfliktbewältigungsverfahren ad hoc sowie die Methoden der außergerichtlichen Streitbeilegung, die in der praktischen Umsetzung momentan im Vordergrund stehen.

13.45 Uhr

Effizienz und Schiedsverfahren

Dr. Jürgen Reul (BMW AG)

Warum werden Schiedsklauseln vereinbart? Welche Bedeutung hat die Auswahl der Schiedsrichter und Parteivertreter? Wie lässt sich die Effizienz von Schiedsverfahren steigern? Aus der Sicht eines verantwortlichen Syndikus berichtet Herr Dr. Reul vom Potential des beschleunigten Verfahrens in der Schiedsgerichtsbarkeit (fast track arbitration), der Möglichkeit einer Mediation im Schiedsverfahren und den Werkzeugen zur Steuerung eines Schiedsverfahrens.

14.15 Uhr

Mediation live

Dr. Andreas Hacke (Zwanzig Hacke Meilke Debelius)

15.15 Uhr

Pause

16.00 Uhr

Multidoor Courthouse Revisited: Wie steht es um die gerichtsnahen Alternativen?

Professor Dr. Andreas Nelle (Hogan & Hartson LLP)

Die ursprünglich amerikanische Idee, mittels alternativer Streitbeilegung neue Türen im Gerichtsgebäude zu schaffen, hat sich in Deutschland vielerorts zumindest als ein Seiteneingang durchgesetzt. Mit Hilfe von Modellversuchen und Pilotprojekten etablierte sich hier eine gerichtliche Mediation, die sich von der Praxis in den USA und einigen europäischen Nachbarstaaten unterscheidet. Professor Nelle reflektiert auf Basis persönlicher Erfahrungen über Chancen und Risiken gerichtlicher Mediation und anderer möglicher Türen im Gerichtsgebäude.

16.30 Uhr

Against Settlement!

Dr. Jörg Risse (Baker & McKenzie)

Ist Schlichten besser als Richten? Herr Dr. Risse, oft selbst als Schiedsrichter und Mediator tätig, nimmt hier einmal bewusst und pointiert die Gegenposition ein. Er zeigt, welche nachteiligen Auswirkungen eine übertriebene Vergleichsfreude hat, sowohl für die Gesellschaft als auch für den einzelnen. Nur im Bewusstsein der Schattenseiten von Vergleichen können die derzeitigen Initiativen zur Förderung der Mediation nüchtern und abgewogen beurteilt werden.

17.00 Uhr

Podiumsdiskussion

Unter der Leitung von Professor Dr. Horst Eidenmüller greifen die Referenten die Eindrücke und Erfahrungen des Nachmittags wieder auf. Im Austausch mit dem Publikum sollen Thesen geprüft und weiterentwickelt sowie Ausblicke in die Zukunft der frühzeitigen außergerichtlichen Streitbeilegung versucht werden.